Medikamente gegen Depressionen

Eine wichtige Grundlage zur Behandlung von Depressionen ist die Medikamentenbehandlung in Form von Antidepressiva. Diese Form der Behandlung gilt als unverzichtbar. Welches Medikament dabei verabreicht wird, ist abhängig vom Schweregrad der Depression.

Antidepressiva machen normalerweise nicht abhängig und sind deshalb für die Langzeitbehandlung bestens geeignet. Allerdings wirken sie nur, wenn sie regelmäßig eingenommen werden. Werden sie abgesetzt, können die Symptome der Depression wieder auftreten.

Sie haben eine gewisse Erfolgsquote, denn sie greifen die Ursachen der Depression im Gehirn an und führen zu keiner Persönlichkeitsveränderung. Werden diese Medikamente sachgemäß eingenommen, entstehen auch keine körperlichen Schäden, auch dann nicht, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinaus eingenommen werden.

Immer noch werden Antidepressiva von den Betroffenen abgelehnt. Sie befürchten eine Persönlichkeitsveränderung oder eine Abhängigkeit. Doch diese Ängste sind unbegründet, denn das Gegenteil ist der Fall. Sie bewirken, dass sich bei den Betroffenen die “alte” Persönlichkeit wieder einstellt.

Die Wirkung von Antidepressiva beginnt meistens erst nach zwei Wochen, manchmal kann es auch länger dauern. Sollten die Symptome der Krankheit gemildert oder sogar verschwunden sein, darf das Medikament trotzdem nicht sofort abgesetzt werden. Es besteht die Gefahr eines Rückfalls.

Sollten Antidepressiva allein nicht ausreichen, können zusätzlich Benzodiazepine verabreicht werden. Bei diesem Medikament handelt es sich um Beruhigungsmittel, die innerhalb von zwanzig Minuten wirken. Allerdings sollten sie nur zur Notfallbehandlung eingenommen werden, da sie süchtig machen. Beim Absetzten können allerdings die Depressionen wieder verstärkt auftreten.

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, dass neben der medikamentösen Behandlung eine Therapie begonnen wird. Das verstärkt in jedem Fall die Chancen auf Heilung.